| Rauchzeichen setzen - Preisverleihung | ||
Westfalen setzt Rauchzeichen - Großes Finale rund um den kleinen Lebensretter Rauchmelder
Westfälische Provinzial Versicherung überreicht auf der Abschlussveranstaltung der Aktion
"Rauchzeichen-setzen" Preise an Feuerwehren für herausragendes Engagement
Um die Feuerwehren in Westfalen bei der Rauchmelder-Aufklärung noch
intensiver als bisher zu unterstützen, startete die Westfälische Provinzial am bundesweiten
Rauchmeldertag, Freitag den 13. Juli 2007, unter dem Aktionsmotto "Rauchzeichen setzen - jedem
Haushalt ein Rauchmelder" ein bislang einmaliges Schadenverhütungsprojekt. Nach nunmehr rund sechs
Monaten konnte die Provinzial zum Ende des Aktionszeitraumes am 31.12.2007 ein überaus positives
Resümee ziehen. 45 Feuerwehren aus ganz Westfalen haben sich mit einer Fülle von einzelnen
Maßnahmen beteiligt, um den Installationsgrad von Rauchmeldern in privaten Haushalten messbar zu
steigern. Der Erfolg spricht für sich: 31.336 Rauchmelder wurden nachweislich installiert,
zusätzlich weitere 9.722 Rauchmelder verkauft.
Am 19. Januar 2008 fand die Abschlussveranstaltung in der beeindruckenden
Kulisse der Übungshalle des Instituts der Feuerwehren NRW in Telgte bei Münster statt. Mit rund 300
Teilnehmern feierten die Westfälische Provinzial Versicherung, der Landesfeuerwehrverband NRW und
teilnehmende Feuerwehren die erfolgreiche Zusammenarbeit für eine erhöhte Brandschutzsicherheit in
Westfalen. Das unterstützende Internetportal www.rauchzeichen-setzen.de hat sich dabei für die
beteiligten Partner als Austauschplattform und zentrale Anlaufstelle für Informationen und
Materialien rund um das Thema Rauchmelder sehr bewährt.
Dr. Monika Sebold-Bender, Mitglied des Vorstandes der Westfälischen
Provinzial, Klaus Ross, Leiter der Hauptabteilung Schadenverhütung, Hartmut Ziebs, Vizepräsident
des Deutschen Feuerwehrverbandes sowie Hans-Joachim Donner, Vizepräsident des
Landesfeuerwehrverbandes NRW, lobten das herausragende Engagement der Feuerwehren. Vor dem
Hintergrund, dass jährlich 600 Menschen in Deutschland einem Feuer in den eigenen vier Wänden zum
Opfer fallen, sind Rauchmelder unverzichtbar. Eindrucksvoll demonstrierte die Feuerwehr Münster auf
der Veranstaltung die lebensrettende Bedeutung von Rauchmeldern in einer Übung mit realitätsnahem
Brandszenario.
Begleitet vom Musikkorps der Freiwilligen Feuerwehr Münster sorgte das
Bühnen- und Aktionsprogramm für große Spannung und Begeisterung unter den Anwesenden. In einer
Interviewrunde wurden die besten Ideen und erfolgreichsten Feuerwehraktionen vorgestellt. So gelang
es der Feuerwehr Gronau zwei Drittel der Haushalte in ihrem Gebiet mit Rauchmeldern
auszustatten. Die Feuerwehr Kierspe berichtete von einem bislang einzigartigen Schulprojekt
in Kierspe. Die Feuerwehr Stadtlohn stellte ein selbstgebautes Rauchhaus vor, die Feuerwehr Heiden
berichtete von ihrer überaus fruchtbaren Zusammenarbeit mit der örtlichen
Provinzial-Geschäftsstelle in Sachen Brandschutzerziehung/-aufklärung. Weitere kreative Ideen wie
Rauchmelder für Gehörlose und Rauchmelder in rollenden Wohnungen wie Lkw, Wohnmobile und Wohnwagen
fanden großes Interesse bei den Teilnehmern.
Überraschend verkündete Georg Würth von der Feuerwehr Kierspe im Anschluss
an die Talkrunde die Gründung der "AG Rauchmelder". Die in Eigeninitiative gegründete AG ist ein
Zusammenschluss bislang aktiver Feuerwehren aus Westfalen unter dem Dach des
Landesfeuerwehrverbandes. Die Arbeitsgemeinschaft soll die bisherigen Aktivitäten zur
Rauchmelderaufklärung und -installation weiter fördern, neue Mitglieder gewinnen und dadurch das
bisherige Netzwerk deutlich erweitern.
Das Engagement der Feuerwehren honorierte die Provinzial durch die Auslobung von Preisen, die
ebenfalls übergeben wurden. Der 1. Preis, eine Wärmebildkamera im Wert von über 12.000 € ,
ging an die Freiwillige Feuerwehr in Heiden. Der 2. Preis, fünf hochwertige Feuerwehrhelme der
neuesten Generation, ging an die Freiwillige Feuerwehr in Schwerte. Über den 3. Preis, ein
Hohlstrahlrohr, freute sich die Freiwillige Feuerwehr Recke. Preisträger im Kreativwettbewerb
"Junge kreative Köpfe" wurde die Jugendfeuerwehr Rödinghausen, die für ihr Engagement mit 10
Jugendfeuerwehrhelmen belohnt wurde. Für große Überraschung sorgte ein zusätzlicher Sonderpreis für
herausragendes Engagement der Feuerwehren im Rahmen der Aktion "Rauchzeichen-setzen", ein Scheck im
Wert von 5.555 €, über den sich die Freiwillige Feuerwehr Kierspe freuen durfte.
Doch keine Feuerwehr musste mit leeren Händen nach Hause gehen. Im Rahmen eines
Pilotprojektes erhielten die anwesenden Teilnehmer einen mobilen Rauchverschluss. Der mobile
Rauchverschluss versetzt die Wehren in die Lage, die Ausbreitung von Brandrauch sehr viel besser
als bisher zu kontrollieren und zu begrenzen. Mit diesem Gerät lassen sich rauchfreie Treppenräume
als Rettungswege für die Selbst- und Fremdrettung sicherstellen, Rauchgasinhalationen vermeiden,
kritische Einsatzsituationen entschärfen und umfangreiche Sachschäden verhindern. Die einfache
Montage der Vorhänge konnten die Feuerwehren auf der Veranstaltung unter Anleitung eines
Produktspezialisten der Herstellerfirma selbst testen.
Begleitende Informationsstände boten nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss
die Gelegenheit zu anregenden Diskussionen und vertiefenden Gesprächen. Der Ausblick für 2008 ist
mehr als optimistisch:
Die neue "AG Rauchmelder" wird die Rauchmelderaufklärung und die kreative Vernetzung der
Feuerwehren fortsetzen. Die Westfälische Provinzial wird auch in Zukunft eng mit den Feuerwehren
zusammenarbeiten und mit dem Thema mobile Rauchverschlüsse neue Akzente setzen.
Schulprojekt
Schüler entwickeln Marketing-/PR-Konzepte für Rauchmelder. Die Projektergebnisse und eine Infomappe zum Nachmachen sind jetzt online!
